Weltreise

Marlene und Alex unterwegs

Ohne Worte

posted by alex in Allgemein and have Comments (2)

Der letzte Blogbericht….!!!!!!!!!!

Dies ist der letzte Blogbericht und es ist ein komisches Gefuehl ihn zu schreiben… Wir sitzen in Bangkok, wischen uns bei ca. 40Grad den Schweiss von der Stirn und morgen sollen wir schon zu Hause bei Schnee und -10Grad sein und bald unterm Weihnachtsbaum sitzen? Das wird sicher fuer uns der allergroesste Kulturschock den wir hatten in dem Jahr… Der letzte Blogbericht…. KRASS!

In diesem letzten Bericht wollen wir versuchen, einige der Fragen zu beantworten, die uns immer wieder von verschiedenen Menschen gestellt wurden. Einige der Fragen sind nicht leicht zu beantworten, aber wir wollen uns bemuehen:

1. Seid ihr noch Freunde??

  JA! ;-)

2. Welches sind eure Highlights auf der Reise?

  Salzwueste (Bolivien), 2-Tages-Pferdetrek (Bolivien), 3-Tages-Elefantenmahoutkurs (Laos)

3. In welchen Laendern mochtet ihr die Menschen am liebsten?

   Sambia und Laos

4. In wiefern unterscheiden sich die 3 Kontinente die ihr bereist habt?

    Die Kontinente koennten unterschiedlicher kaum sein was die Menschen, Kultur und Landschaft betrifft.

In Zentral- und Suedamerika die Maya- und Inkakultur, Ruinen, Vulkane, Salsa, Tango und die dazugehoerigen Latinas und Latinos, die Anden, der Dschungel und Amazonas. Das Reisen ist billig und hier haben wir wohl die meisten Backpacker kennengelernt, von denen einige immer wieder eine Weile mit uns gereist sind.
In Afrika hingegen waren wir meist die einzigen “Muzungus”, wo immer wir auch waren. Wir trafen viel weniger andere Backpacker, dafuer verbrachten wir viel mehr Zeit mit den Einheimischen, welche uns herrlich an ihrem Leben teilhaben liessen und stets neugierig darauf waren uns Bleichgesichter kennenzulernen. Dadurch bekamen wir einen guten Einblick in das Leben einiger Afrikaner, was unglaublich interessant ist, aber auch manchmal sehr traurig und beruehrend. Wir hatten ja Glueck und sind fast die ganze Zeit mit Iris und Ro in ihrem Landrover mitgereist und haben gezeltet und selbst gekocht. Das Backpacken, also Unterkuenfte, Restaurants sowie Safaris sind sehr viel teurer als in Suedamerika, umstaendlicher und komplizierter… dadurch macht man zwar weniger Aktivitaeten wie Treks und Touren, aber dafuer ERLEBT man Afrika mehr indem man z.B. auf eigenen Faust durch Doerfer oder ueber Maerkte schlendert und mit den Menschen spricht. Landschaftlich gesehen sind die Laender in Afrika unwahrscheinlich variabel. Der Kilimanjaro und das Meer in Tansania (und Sansibar!), der Malawisee, der fast ganz Malawi bedeckt, die gruene, bergige, dschungelige von Nebel umhangene Landschaft Ugandas und natuerlich die weiten Steppen der Nationalparks in Afrika und in denen Elefanten und Bueffelherden ihres Weges ziehen, Giraffenkoepfe sich aus den Baumkronen erheben und Loewenrudel, die im Gras schlafen. All das auf dem Dach des Landrovers sitzend zu beobachten ist ein unbeschreibliches Gefuehl.
Wir wollen keinen verbrachten Tag auf einem dieser Kontinte missen, doch fuer Asien blieb uns absolut nicht genuegend Zeit, wir haben  ja “nur” Laos so richtig kennengelernt und wir lieben es! Auch landschaftlich wieder  so unterschiedlich. Im Sueden die herrlichen 4000 Inseln, die Landschaft platt wie ein Pfannenkuchen mit gruenen Reisfeldern und von Fluessen durchschnitten, im Norden die felsigen, mit Regenwald bewachsenen Berge und natuerlich die Menschen, die wir lieben gelernt haben mit ihrer freundlichen und gemuetlichen Art. Auch hier trifft man wieder viel mehr andere Backpacker als in Afrika und das Reisen ist viel billiger und einfacher als in Afrika. Aehnlich wie in Suedamerika. Hier haben wir den Buddhismus kennengelernt und viele Tempel gesehen und einen Elefantenfuehrerschein erfolgreich bestanden!

5. Hat euch die Reise veraendert?

Mit Sicherheit! Vielleicht ist ein Unterschied nicht unbedingt gleich zu bemerken und wir selbst nehmen natuerlich unsere eigenen Veraenderungen nicht so wahr, aber das Reisen erweitert den Horizont. Man spricht mit so vielen Menschen aus voellig anderen Kulturen und Religionen und lernt jeden Tag von ihnen! Wir wissen nicht, wo das Geheimnis liegt, das oft die Menschen, die gar nichts haben, die sind, die immer ein Strahlen auf dem Gesicht und ein Funkeln in den Augen haben. Wir sind in Asien, als wir das erste mal wieder ein grosses Einkaufszentrum betreten haben NICHT weinend vor den Regalen zusammengebrochen, wegen des Ueberflusses und Konsum, so wie man es von manchen Travellern hoert, die einige Monate in “dritte-Welt-Laender” waren so wie wir. Ehrlich gesagt finden wir das auch etwas uebertrieben, wir freuen uns ueber ein Stueck Kaese oder Schokolade, wenn wir das sehr lange nicht mehr hatten, man lernt es nur noch mehr zu schaetzen. Trotzdem stellen wir uns schon die Frage: Brauchen wir tatsaechlich all die Sachen, die wir meinen zu brauchen? Ist nicht weniger manchmal mehr? Waeren wir vielleicht zufriedener und gluecklicher wenn wir weniger haetten? Sollten wir nicht alle ein kleines bisschen von dem was wir haben geben um einem anderen Menschlein, das nicht soviel Glueck hatte wie wir z.B. eine Schulbildung und damit eine Zukunftsperspektive zu ermoeglichen? Beispiel: Wenn man in Laos (sehr armes Land) in ein (nicht touristisches) Restaurant geht, bekommt man die Gerichte nie zur gleichen Zeit, sondern immer nacheinander. Warum? Alle essen zuerst zusammen den ersten Teller leer, dann teilen sich alle den Zweiten usw. In der laotischen Sprache gibt es keinen Unterschied zwischen den Woertern “Meines” und “Unseres”. Es ist ein einziges Wort. Sollten wir das ein bisschen versuchen mit den Augen zu sehen? Gerne ein bisschen von dem abzugeben was wir haben und es als etwas ganz Natuerliches zu sehen? So wird man beim Reisen durch das Kennenlernen verschiedener Menschen und ihrer Lebensweise und Kultur beeinflusstund lernt von ihnen, lernt ueber sich und lernt, sich diese Fragen zu stellen. Denn eines ist ganz klar. Jeder weiss, dass viele Menschen auf dieser Erde sehr arm dran sind aber wenn diese Menschen Namen und Gesichter bekommen sieht man dies mit anderen Augen und es beruehrt einen sehr viel mehr. Wir sind froh um diese Erfahrung.

Sonst sind wir glaub ich noch ganz die alten Chaoten, vielleicht noch schlimmer, keine Sorge ;-)

6. Seid ihr des Reisens muede geworden?
Nein! Einfach NEIN!

7. Welches war euer Lieblingsland?
Dieses ist die meistgestellte Frage und auf die gibt es einfach keine Antwort, weil sich die Laender und Kontinente und sogar die verschiedenen Orte in einem Land so sehr unterscheiden was die Religion und Kultur der Menschen und auch die Landschaft betrifft. Einen Vergleich aufzustellen ist unmoeglich. Wie man ein Land wahrnimmt haengt auch soviel von verschiedenen Dingen ab, wie z.B. die Jahreszeit. Fast jeder Ort wirkt schoener wenn es sonnig und warm und nicht matschig und nass ist. Dann die Menschen mit denen man zusammen ist, die Stimmung, in der man sich befindet, die Vorlieben die man hat z.B. Berge oder Meer, Wueste oder Dschungel, ob man lieber in etwas entwickelten Laendern reist oder ob man es reizvoll findet, in enem Land zu sein, was so gar nicht westlich ist, auch wenn das einige Unannehmlichkeiten bedeutet (und diese intensive Abwechslung hat mit Sicherheit dazu beigetragen, dass uns nie langweilig geworden ist und keine Reisemuedigkeit aufkam.) Worin wir beiden uns einig sind ist, dass es eine unglaublich grosse Rolle fuer das Erleben eines Landes spielt, wie man die Menschen, die in dem jeweiligen Land leben, empfindet. Wir haben uns in Guatemala mit Mayas in “Chickenbusse” gequetscht, in Argentinien mit flotten Latinos zu Salsa unsere Hueften geschwungen, in Bolivien mit Indianern Piranhas aus dem Amazonas gefischt (und einmal ein Krokodil!) In Afrika mit Kindern Fussball gespielt und uns mit einem ganzen Dorf in eine Scheune, die zu einer Kirche umernannt wurde gequetscht und haben Gospel getraellert. Wir waren mit Mahouts und ihren Elefanten im Fluss plantschen in Laos und haben uns stundenlang von einem Moench aus dem Leben im Tempel erzaehlen lassen und was mit ungezogenen Moenchen geschieht. Wir haben in Bangkok mit thailaendischen Prostituierten so wild das Tanzbein geschwungen, dass die Stipperinnen aufhoerten zu strippen und uns stattdessen mit offenem Mund anstarrten. Dies alles waren so besondere Augenblicke, so unterschiedliche und liebenswerte Menschen, dass wir sie nie vergessen werden. DAS macht fuer uns zu grossen Teilen die Schoenheit eines Landes aus.
Wir wollen ehrlich und aus vollem Herzen DANKE sagen! Danke an euch alle, dass ihr uns auf dieser Reise begleitet habt. An die, die unseren Blog so brav gelesen haben und uns so liebe Kommentare dagelassen haben, ueber die wir uns jedes mal riesig gefreut haben! Und Danke an die, die uns auch koerperlich und nicht nur mit dem Herzen auf dem Weg begleitet haben (Paula, diverse Israelis, Mira, Nike, Joa, Lydia, Frenchie, Martina, Schos, Vanessa, Dan, Julian und besonders Iris und Ro, unsere Ersatzeltern, die haben es am laengsten mit uns ausgehalten) Danke an die, die fuer uns gebetet haben (Oma…) und ein Kerzlein angezuendet haben (Evi…), wir sind uns sicher das hat uns immer zu den richtigen Orten und zu den richtigen Menschen gefuehrt.

Wir koennen euch nur allen dazu raten das Selbe zu tun, man wird einfach IMMER und UEBERALL Backpacker jeden Alters treffen, von den 18jaehrigen, die von Mami und Papi gesponsert werden bis hin zur 70jaehrigen Oma, die nur noch einen sehr kleien Backpack tragen kann, aber trotzdem mit all den jungen Leuten in einem 8-Bett-Dorm schlaeft… Man trifft 55jaehrige Paaerchen, deren Kinder aus dem Haus sind und nun die Welt erforschen wollen. Waehrend so einer Reise merkt man erst, dass es nichts mit ”Mut” zu tun hat, es ist einfach eine wundervolle Erfahrung, die verdammt viele Menschen auf dieser Welt erleben. Und mal ehrlich, es ist nicht so teuer wie man es sich vielleicht vorstellt. Wir haben in den letzten 11 Monaten und 8Tagen insgesamt (und wir meinen wirklich ALLES zusammen, von all den Fluegen ueber den Tauchschein zu teuren Safaris, von Essen bis zu all unseren Unterkuenften (zugegeben wir haben oft unser Bett/Zelt mit Bettwanzen, Spinnen, Ratten und Kakerlaken aller Groessenordnung geteilt…) und sogar inklusive unseren Strafen, wie “illegal-im-Land-Aufhaltens” oder ausgenommen-werdens wie an der tansaniischen Grenze) ca. 13000 Euro bezahlt und keinen einzigen cent davon bereuht!

8. Seid ihr traurig, dass es zu Ende ist?
Ja! Wir wissen nicht, ob wir es schon richtig realisiert haben.. und Weltreise Nummer 2 ist nur eine Frage der Zeit. ;-)  

Wir vermissen euch aber alle und freuen uns schon so wahnsinnig, euch alle wieder in die Arme nehmen zu koennen und ein wunderschoenes, harmonisches Weihnachtsfest und ein spannendes 2011 mit euch verbringen!
Wir freuen uns riesig auf DAHEIM!!!

posted by alex in Allgemein and have Comments (5)

Bangkok

Ersteinmal Danke fuer die ganzen letzten Blogkommentare, wir hatten Pipi in den Augen vor lauter Ruehrung.
Bangkok ist eine krasse Stadt mit unglaublich vielen Menschen, noch mehr Autos und Tuk-Tuks, unvorstellbar riesigen Einkaufcentern, viele Massagen, Streetfood, Maerkte mit allem was man sich vorstellen kann, Smog und bunte Lichter. Kurz wir moegen es, auch wenn die Menschen vielleicht nicht die allerfreundlichsten sind die wir auf der Reise kennengelernt haben besonders im Vergleich zu den suessen Laoten.
Am 16.12, nachdem wir uns ein bisschen von der Nachtfahrt erholt hatten liessen wir uns erstmal die toten Hautschuppen von Fischen von den Fuessen essen. Klingt vielleicht ein bissel ekelig aber hier sind auf der Strasse lauter Aquarien mit Fischen drin und Menschen die drumrum sitzen und ihre Fuesse abknabbern lassen. Das ist hier ganz normal also dachten wir, das muessen wir auch mal mitgemacht haben. Eine einmalige Erfahrung reicht aber unserer Meinung nach, ist schon ein komisches Gefuehl wenn man die Fuesse darein steckt und auf einmal stuerzen sich hundetscharen von Fischen auf einen und knabbern und saugen an einem rum. Man gewoehnt sich aber daran und ein Foto zur Demonstration haben wir in den Artikel gefuegt..
Nach ein bisschen rumschlendern in den Strassen Bangkoks wollten wir Vanessa unser Lieblingseinkaufzentrum zeigen und nahmen dafuer ein Tuk-Tuk welches total billig ist aber dafuer setzt es einen bei einem Shop ab in dem man sich 10 Minuten umschauen und interessiert stellen muss worauf der Tuk-Tuk-Fahrer eine Komission bekommt. Auf diesem Weg bekommt man immer Orte in einer Stadt zu sehen um diese Shops zu erreichen die man sonst nicht sehen wuerde. Wohnviertel mit verwinkelten Gaesschen in die sich Touris selten begeben. Leider wurden wir nicht, wie wir dachten an einem gewoehnlichen Souvenirshop abgesetzt sondern in einer pikfeinen Boutik in der sich sofort 3 Verkaeufer und der Chef des Ladens auf uns stuertzte und uns in Hugo Boss, Armani und Dolce und Gabbana-Kashmir- Maentel huellten. Wer glaubt es sei da einfach, sich unauffaellig davonzustehlen, der irrt sich gewaltig. Gott sei Dank beleidigte der Inhaber des Ladens zuerst Vanessa indem er behauptete bei ihrer schrecklich blassen Haut stehe ihr schwarz am Besten und mich, indem er behauptete, ich sei die Mutter von Alex und Vanessa so dass wir einen Grund hatten, eingeschnappt und auf den Besitzer schimpfend aus dem Laden zu stuerzen. Auch Rabattangebote, betteln dass doch alles noch ein Witz war halfen da nicht. Wir hoffen, der gefuehlstrampelige Mann hat was in Frauenkunde gelernt ansonten wird er zumindest an Frauen nicht sehr viel verkaufen koennen. Unser Tuk-Tuk-Fahrer hatte mit den anderen 15 Tuktuk- Fahren auf uns gewartet die auch ihre Backpacker mit ihren zerfetzten Jeans, Cappis und dreckig wie sie waren in dem edlen Laden abgeliefert hatten um ihre Komission zu erhalten. Schnell ging es weiter in Shoppingcenter. Danach trafen wir Scott, der New Yorker, der seit 7 Jahren in Bangkok lebt erinnert euch, wir hatten ihn in Cambodia ( Siem Reap kennengelernt).

Er wollte uns ins Bangkoker Nachtleben einfuehren und den Job hat er gut gemeistert… Ehe wir uns versahen, fanden wir uns im Bangkoker Rotlichtmilieu wieder wo jeder Club in den wir gingen irgendwie ein Stripclub war. Es ist so unglaublich wie manche Menschen behandelt werden.  Auf den Tanzflaechen standen viele Maedchen die splitternackt waren und sich im Takt der Musik ein bisschen versuchten zu bewegen und ein paar versuchten, ihre Bloesse mit den Haenden zu bedecken. Die Maedchen haben alle eine Nummer um den Hals und wenn man mit einer ins Zimmer gehen will muss man sie nur an der Bar bestellen. Naehere Details was die Maedchen z.T auf der Tanzflaeche gemacht haben und wie sie sich entwuerdigt haben moechten wir euch ersparen und glaubt mir, ihr WOLLT es nicht wissen. Jedenfalls schrecklich und schockierend so dass wir schnell in einen etwas serioeseren Laden umzogen wo die Maedchen zwar auch eine Nummer umhatten aber zumindest noch ein kurzes Roeckechn und einen Bikini an. Sie schienen auch lebhafter zu sein und waren interessiert was die 3 Touris mit dem Mann, den sie sich offensichtlich teilten hier zu suchen haetten und so kamen wir schnell mit ” Lucky” ins Gespraech, eine der Prostituierten und Stripperinnen. Sie erzaehlte uns, dass sie 2 Kinder haette die sie liebevoll 1 und 2 nennt (fanden wir sehr originell!) und dass sie seit 1 Jahr von ihrem Mann getrennt sei und seitdem arbeitete sie auch als Prostituierte.  Auf unsere Frage hin ob sie ihren Job mag sagte sie: Keine der Maedchen mag seinen Job aber in 3 Tagen koenne man soviel Umsatz machen wie z. B als Kellnerin in einem Monat. Wenn man alleinerziehende Mutter ist, und die Kids gefuettert werden muessen sei dieser Job also noetig. Schnell wurden auch die anderen Maedchen neugierig, liessen von ihren zukuenftigen Freiern ab und gesellten sich auf ein Plaeuschchen zu uns. Auf einmal wurde die Musik laut und schnell und die Maedchen zerrten Vanessa und mich auf die Tanzflaeche ( Alex versteckte sich schnell hinter Scott) und, zugegebenermassen auch mit wegen der 1 oder 2 Bier die wir intus hatten tanzten wir wild mit unseren neuen Freundinnen durch den Laden. Alex erzaehlte und die Stripperinnen auf der Tanzflaeche hoerten auf zu strippen und zu tanzen und starrten uns mit offenem Mund an. Wir hatten soviel Spass…

Tja und gestern wurde nach einem Tempelbischtigungstouripflichtprogramm zur Abwechslung wieder mal geshoppt und nach dieser “streng-ab-18-version-ausgeh-nacht” brauchten wir dringend einen “familienfreundlichen” und unschuldigen abend und haben uns Kino gegoennt ;-) So, nun ist so ein Kinobesuch in Thailand auch mal eine Erfahrung der ganz besonderen Art… vor dem Film werden alle gebeten sich zu erheben und den Koenig zu wuerdigen! Ein 5-Minuten-Drama-Stumm-Film ueber das Leben der Excellence wird einem mit ner herzzrereissenden Schnulze gezeigt. Wir dachten wir waeren im falschen Film, aber da tatsaechlich das GANZE Publikum andaechtig aufstand mussten wir wohl oder uebel gruppenzwangsmaessig mitverehren. Diese Thais… ;-)

Und heute ist unser letzter Reisetag! Unvorstellbar… Jedenfalls werden wir uns mit Scott treffen (uebrigens ein sehr netter Kerl, nicht das ihr jetzt falsche Vorstellungen habt…) und nocheinmal das Nachtleben Bangkoks geniessen (diesmal gibts wohl eher eine Rocknacht ;-) )

Tja und morgen frueh: Ab nach Deutschland!

posted by marlene in Allgemein and have No Comments

Der Elefantenort

Am 11.12.10
Als wir unseren Freunden Julian und Dan so begeistert von unserer Elefantenerfahrung erzaehlten meinte Dan, das Universum haette ihn wissen lassen dass er sich auch zu diesem wunderschoenen Ort begeben muesse. Ohne Elefantenreiten und Mahutkurs diesmal, einfach um diese “positive Aura” dieses Ortes zu erleben und zu geniessen. Da wir unsere Elis und Mahuts und At eh schrecklich vermissten willigten wir ein, nochmal mitzukommen. Nachdem wir angekommen waren, chillten Alex und Dan etwas ab waehrend Vanessa, Julian und ich ein bisschen im Dschungel spazieren gingen. Wir trafen zufaellig 2 Mahouts mit den dazugehoerigen Elis die wir schon kannten, die Mahouts waren gerade dabei ihre Dickhaeuter zu ihrer Schlafstaette im Dschungel zu bringen und, was fuer ein Glueck, schnell wurde Julian auf den einen Elefanten geladen und Vanessa und ich zusammen auf den naechsten und bevor wir und versahen durften wir die wunderschoene Dschungel-Berglandschaft, die in mystischen Nebel gehuellt war vom Elefantenruecken bewundern bis wir ca 40 Minuten spaeter die Schlafstaette im Dschungel erreichten. Wir waren natuerlich selig, besonders Julian, der ja das 1. Mal auf einem Dickhaeuter sass und noch nicht wie wir anderen ein erfahrener Mahout ist :-) Er versuchte zwar seinen Elefanten mit Erdnuessen zu bestechen aber da er den Ruessel fuer den Mund hielt und eifrig Erdnuesse hineinschmiss kam das ganze nicht so gut an bei seiner Elefantendame. :) ))
Wir blieben 2 Naechte an diesem wunderschoenen Ort und verbrachten sie damit, ein Lagerfeuer zu entfachen in dem wir kochten, Mundhamonika und Trommel zu spielen (unser neuer laotischer Ferund At war da auch dabei und 2 andere Freunde von Dan), haendchenhaltend alle im Kreis zu sitzen und “OHMMMMMMM” zu sagen worueber sich der arme At, der keine Ahnung hatte wie im geschah , sehr wunderte. Aber Dan wollte es gerne so damit wir alle den Einklang und die Verbundenheit miteinander und der Natur besser erleben koennten, also machten alle ergeben mit. Ach wies uns Dan in den 2 Tagen in die Kunst des meditierens, Jogas und Thai chi ein aber keine Sorge, natuerlich vergassen wir nebenbei nicht das “chillen”.
Wieder in Luang Prabang angekommen genossen wir 3 Maedels eine Aroma Massage und verbrachten die Zeit in dem suessen Staedtchen. Dann nahmen wir schweren Herzens Abschied von Julian und Dan und los ging es im Nachtbus wieder zurueck in Laos Hauptstadt Vientiane. Morgens angekommen machten wir uns gleich auf den Weg in den “Buddapark” in dem man sehr viele beeindruckende und grosse buddistische Statuen findet.
Nun naht der Abschied von Laos, heute Nacht haben wir wieder einen Nachtbus der uns nach Bangkok bringt also langsam aber sicher Richtung Heimat…
Nach Laos werden wir auf jeden Fall wieder kommen, den Norden haben wir noch garnicht kennengelernt und der muss auch so herrlich sein. Laos wuerden wir jedem empfehlen, es ist so leicht zu bereisen, wunder, wunderschoen und abwechslungsreich in der Natur. Berge, Dchungel, Fluesse, suesse Staedtchen und, was eine ganz, ganz wichtige Rolle bei einem Land spielt, die Menschen.
Die Laoten sind so herrlich. Unglaublich gemuetlich, sie beim Arbeiten zu beobachten macht grossen spass, waehrend des massierens, kellnerns oder putzen wird z. B haeufig telefoniert. Meist steht eine 2 Person der arbeitenden Person bei indem sie nuetzlich ausssieht, wie z. B mit einem Besen oder Lappen in der Hand waehrend sie die arbeitende Person unterhaelt. Auf jeder Arbeitsstelle, egal ob Markt, Einkaufsladen, Reiseargentur gibt es Betten fuer den Fall, dass jemand zu sehr erschoepft. Herrlich… Nun wollen wir den Laoten aber nicht unrecht tun denn in der Hauptsaison und die ist momentan haben sie kaum einen Tag frei und verdienen so laecherliche Betraege dass sie z.T fuer einen Dollar pro Tag leben muessen. Also liebe Reisende, bitte grosszuegig sein mit dem Trinkgeld!
Die Ehrlichkeit der Laoten hat uns auch beindruckt. wenn man was auf dem Markt bei ihnen kauft und sie meinen offensichtlich, sie haetten einen guten Deal gemacht reissen sie begeistert die Arme hoch und schreien: LUCKY LUCKY!!! waehrend sie einen anstrahlen. Die Laoten sind so neugierig und kontaktfreudig, einige Male haben wir welche einfach auf der Strasse kennengelernt und mit ihnen Musik gemacht und geplaudert. und sie haben immer, immer ein so aus der Seele kommendes Laecheln im Gesicht und einen so durch und durch zufriedenen Gesichtsausdruck. Warum ist das so oft bei den Menschen, die am Existenzminimum leben, die nichts haben so?

posted by marlene in Allgemein and have Comments (8)

Laos – das Land der Millionen Elefanten….

Nachdem wir uns am Sonntag die sehr suesse Stadt Luang Prabang mit ihren Haufenweise Tempeln, bunten Maerkten und versteckten kleinen Gaesschen angesehen haben, am Fluss gespeist und versucht haben das ein oder andere Mitbringsel aufzutreiben (keine leichte Aufgabe uebrigens… also nicht uebel nehmen wenn jemand was doofes bekommt oder gleich gar nix ;-) wir tun unser bestes!) wurde frueh geschlafen um am naechsten morgen ohne Augenringe auf unsere Elefantentour zu gehen! (Der Name Laos bedeutet uebrigens: Land der Millionen Elefanten)

Montag frueh gings los, nur 7km ausserhalb von Luang Prabang, aber trotzdem mitten im Dschungel, erreichen wir (mit ‘ner weiteren Deutschen “Antje” und ‘ner Australierin “Cathy” und unserem Guide “At”) unser Elefantencamp. Hier gibt es 11 Elefanten im Alter von 65 (die Oma) und 8 Jahren (das Baby). Sie alle werden von ihren Elefantenreitern (=Mahouts) gefuehrt und genau das sollen wir die naechsten 2 Tage lang auch lernen – Elefantenreiten (und das auf laotisch!) Bei der Frage ob At denn auch einen Lieblingselefanten haette meinte er den Grossvater (62Jahre alt, immer relaxed und er spritzt am besten mit dem Wasser), und ob er denn auch einen ueberhaupt nicht leiden koenne kam spontan die Antwort “das Baby” – fuehrt sich immer auf und will mit ihm kaempfen… na toll… da wurden von uns dreien schon Stossgebete zum Himmel geschickt, das wir nicht ausgerechnet diesen aufmuepfigen Sproessling abbekommen. Aber ersteinmal gings in Baenken (die um den Elefanten gespannt sind) sitzend durch den Urwald – zumindest fuer die, die Platz in den Baenken hatten… da wir aber nun zu dritt sind und nur zwei europaeische Hintern in diesem kleinen Holzgestell Platz finden, wurde ich spontan und ohne jegliche Vorwarnung auf den Hals des Dickhaeuters (namens Pancake – wie passend fuer uns…) verfrachtet! Was fuer ein waaaahninns-Gefuehl auf diesem 3Tonner durch’s Dickicht getragen zu werden! Mit ca. einem Kilometer pro Stunde gings gemaechlichst durch die Natur. Nach kurzer Eingewoehnungsphase wurden dann auch Nessi und Lene auf den Hals gesessen. Man fuehlt sich durch die extreme Traegheit der Riesenviecher und auch der Groesse so eines Halses (es ist fast unmoeglich bei soviel Sitzflaeche runterzufallen) viel sicherer als auf einem Pferderuecken! Nach einer Stunde reiten wurden wir erstmal in unserer Luxuslodge abgesetzt. So haben wir noch nie geschlafen! Unser eigenes Bungalow und fuer jede von uns ein eigenes riesiges Doppelbett. Eine Wand komplett aus Glas und unser eigenes, supersauberes Badezimmer und das ganze mit Blick auf den Dschungel und Fluss! Atemberaubend! Da koennten wir uns sehr schnell dran gewoehnen…, aber jetzt gibts erstmal eine “Mahout”-Einfuehrung. Wir muessen so einige Befehle auf laotisch lernen (mit der korrekten Aussprache und moeglichst wenig deutschem Akzent; damit uns der Elefant auch versteht…) Die wichtigsten Begriffe waren Bai! Bai! Bai! was soviel heisst wie Geh! Geh! Geh! und Hau! = Stop! sowie kwa und sao =rechts und links und die beiden wichtigsten Begriffe Ja Ja = hoer auf mit dem Scheiss… und boun boun = Spritz mit Wasser! Nachdem At mit unserem laotisch zufrieden war wurden wir mit leckerster, laotischer Hausmannskost versorgt (wir werden hier ueberhaupt die ganze Zeit gemaestet…) und dann gings, gespannt wer welchen Elefanten abbekommt, auf ins Elefantenlager. So, die erste die in sekundenschnelle und sehr gekonnt auf einen Ruecken gesprungen ist, war Lene – sie hat die gutmuetige doch eigentlich schon in Rente seiende und etwas faule Oma bekommen. Bei der Frage wie lange der ihr zugeteilte Mahout denn schon Mahout sei – war die Antwort nur: das ist doch kein Mahout, das ist nur der Bootsfahrer…, sehr vertrauenserweckend – na dann: Viel Spass und Glueck, Lenchen…! Die naechste bin ich – wer steht da??? Das Baby!!! Oh nein…. hoffentlich geht das gut; es wurde ja schon ziemlich uebel ueber diesen kleinen Jungen gelaestert. Es ist auf alle Faelle um einiges ungemuetlicher auf dem Baby-Hals und die Moeglichkeit runterzufallen um einiges groesser. Noch dazu hat der kleine es am eiligsten und ueberholt eine dicke, alte Dame nach der anderen. Und auch wenns neben so einem ausgewachsenen dreitonner fast laecherlich winzig aussieht – es wiegt immer noch beeindruckende 1000 Kilo und man hat Respekt vor den Launen des Kleinen, aber zumindest sitzt hinter mir Lenny – ein 16jaehriger Mahout, der neben seinen Turnuebungen auf dem Elefantenruecken sich auch sorgfaeltig um mich gekuemmert hat und mich besonders beim Bergabgehen gut festgehalten hat. (ich habe erst im Nachhinein erfahren, dass der kleine Lenny mit dem Baby gar nicht zurecht kommt und der eigentliche Mahout bald kommt…- also sie zeigen auf alle Faelle schon grenzenloses Vertrauen in unsere Elefantenreitkuenste…!) Vanessa macht von uns dreien wohl das beste Bild! Total entspannt, als haette sie niemals was anderes getan reitet sie durch die Wildnis. Da unsere Lodge auf der anderen Seite des Flusses ist, tragen uns unsere Dickhaeuter durch’s kuehle Nass, was auf so einem rebellischen Baby echt ein Heidenspass war, erstens wars kompett unter Wasser (nur hin und wieder ein Ruessel ist zu sehen..), und zweitens machts dem Baby selbst total Spass rumzuspritzen und zu versuchen mich abzuwerfen – eine riesen Gaudi! Nachdem dann all die anderen dicken Ladys auch den Fluss ueberquert hatten ging die ganze Gruppe nochmal rein um auch, die noch trockenen restlichen Touris mit Boun Boun- Befehlen zu durchweichen – was fuer ein Gekreische und Gelache sag ich euch! Also das ist wiedermal eins der absoluten Highlights unseres Reisejahres und wir sind so begeistert von unseren neuen Lieblingstieren (Lenes Lieblingstier seit immer), dass wir beim Abendessen beschliessen den Trip auf 3 Tage zu verlaengern. Der Abend selbst war auch schon ein Erlebnis fuer sich, zuerst gingen wir nochmal zum tuben (hier um einiges friedlicher und ruhiger als in Vang Vieng) und danach sass unsere wirklich sehr nette Gruppe gemuetlich zusammen und hoert den lustigen und interessanten Geschichten At’s zu. Er ist ein Ex-Moench! War 9Jahre lang (!!!) in einem Tempel und ist 2008 ausgetreten und nun Tourguide…, es ist einfach unglaublich wie’s in so einem Tempel zugeht! Sie verarschen sich selbst in einer Tour, nennen sich Mushrooms (Pilze), weil sie so schoen orange sind und immer mit Schirmchen rumlaufen, schauen den Abbotts (dem “Obermoench”) unter seinen Kittel und machen sich sehr lustig darueber, wenn dieser keine Unterwaesche traegt – was wohl oft vorkommt. Auf die Frage hin, wie Moenche es finden, wenn man Fotos von ihnen machen will meinte er in den Tempeln ist es ok, wenn man danach fragt und sich etwas mit ihnen unterhaltet, auf der Strasse jedoch sollte man es unterlassen, aber man koenne sich immer hinter einem Baum verstecken und dann gscheit zoomen ;-) Auch gibt es Gangster im Tempel (=naughty monks…) die boese Sachen machen, Kleidung wechseln, wie nachts tanzen gehen, Musik hoeren etc… die werden dann aus ALLEN Tempeln verbannt, was durch einen Steckbrief sichergestellt wird. Ich koennte noch hunderte seiner witzigen Saetze aufzaehlen, aber das sprengt hier einfach den Rahmen… jedenfalls ein supernetter, interessanter und witziger Kerl, der mit seinen 27Jahren immer noch keine Frau hat! Seine Exfreundin hat ihn sitzen gelassen fuer jemanden der ein Auto besitzt…., er selbst hat nur einen halbkaputten Roller (zumindest war das seine Erklaerung). Aber wir haben schon Verkupplungsplaene mit einer sehr netten Frau vom Markt abgesprochen – muessen nur noch rausbekommen ob sie schon unter der Haube ist, wenn wir ihn erfolgreich verkuppeln muessen wir zur Hochzeit nochmal herfliegen…

Dienstag, zu sehr unchristlicher Zeit (6:30Uhr – Augenringe und verbittertes “Gschau” lassen sich leider nicht mehr vermeiden) gings im Nebel zuerst zu Fuss durch den Dschungel um unsere Elefantenfreunde von ihrem wilden Schlafgemach abzuholen um sie wiedermal frisch zu machen (Lenes Oma und mein Baby wurden beide eingetauscht ;-) ). Wir reiten zurueck zum Fluss und puenktlich zum “ins-Wasser-gehen” kommt die Sonne herraus und noch dazu gehen nur wir drei Maedls mit unseren Elefanten ins Wasser (die anderen beiden brauchens etwas waermer) – was fuer ein herrlicher Start in den Tag (das vertreibt unser verbittertes Gschau auch gleich ;-) Nach unzaehligem Fotogeknipse wurden die Elefanten als “sauber” bezeichnet und wurden zu ihrem Fruehstuecksplatz gefuehrt (so ein Tier frisst eine Uuuuunmenge am Tag – 300kg! 16 – 18 Stunden am Tag ist so ein Dickhaeuter nur mit mampfen, verdauen, und mindestens 300 kg wieder-ausscheiden (…) beschaeftigt! Respekt! Geschlafen wird vor lauter Fressstress nur 2 bis 4 Stunden) Das machen wir ihnen doch gleich nach und schlagen uns auch die Baeuche voll um dann gestaerkt mit unseren neuen Lieblingstieren durch den Dschungel zu reiten. Bei so einem Elefantenritt kann es ganz schoen kompliziert werden mal kurz fuer eine Pinkelpause abzuspringen…, bzw abspringen kriegt man schon irgendwie hin, aber das wieder-hoch-springen ist eine ganz andere Geschichte… da kanns schonmal vorkommen, dass zwei Mahouts von unten am Hosenbund zerren, einer von oben an einem zerrt und das Elefantenohr auch noch herhalten muss… so peinlich so ein aufstieg sein kann, so gluecklich kann man seine Tourkollegen mit so einer Showeinlage machen… Das Picknick im ausgetrockneten Flussbett inmitten der Wildnis mit den schmatzenden Elefanten drum rum war einfach herrlich! Und der Rueckweg zu unserer Lodge ging seeeeehr laaaaaaangsam von statten. Es hat uns drei allerdings sehr froh gemacht zu sehen, dass diese ganze Sache hier eher ein Chaos ist und die Elefanten das Sagen haben, und nicht etwa der Mahout mit seiner gefaehrlich aussehenden Hacke (die wird wirklich nur im Ernstfall benutzt – ansonsten sind sie sehr lieb zu den dicken Tieren!) fuer Zucht und Ordnung sorgt. Nein, wenn der Dickhaeuter meint er will fressen, dann frisst er, egal welchen Zwergenaufstand wir auf seinem Ruecken veranstalten. Allerdings sind sie doch ziemliche Angsthasen was so ein paar Dinge betrifft… so z.B. fuerchten sie sich extrem vor Rollern (was man meinetwegen noch nachvollziehen kann..), aber bei kleinen Hunden und noch kleineren Huehnern vor Schreck in die Buesche zu springen ist als 3Tonnen-schweres Ding schon etwas peinlich… Jedenfalls gings nach langem, langsamen und wunderschoenem Heimweg nochmal ab zum Baden – wir koennen einfach nicht genug davon bekommen! Ein weiterer unbeschreiblich schoener Tag geht zu Ende…

Mittwoch, zu derselben unchristlichen Zeit, mit denselben Augenringen und verbittertem Gschau: es geht wieder auf ins Wasser, mittlerweile baden wir ja zum vierten mal mit ihnen und es ist immer noch eine riesen-Gaudi! Es macht soviel Spass und man traut sich viel mehr auf ihnen rumturnen, da im Fall eines Falles ja nix passiert. Ihr koennt euch gar nicht vorstellen wie schwer uns der Abschied von unseren so liebgewonnen Tieren gefallen ist! Am liebsten wuerden wir noch einen Monat hierbleiben und nix anderes machen als Elefantenreiten, Elefantenbaden und Elefantenkuscheln ;-) Wir hoffen wir sehen sie mal wieder, vielleicht wenn das Baby ein vernuenftiger Erwachsener geworden ist… Nach dem Fruehstueck haben sich unsere Wege kurz getrennt. Wir wollten alle drei Kayak fahren, aber aus Guide-Gruenden kann leider nur eine von uns “Nicht-Kayak-Checkern” den wilderen Weg nach Luang Prabang machen und zwei muessen sich mit dem Pussi-Kayak-Weg zu einem Wasserfall begnuegen. Schlechten Gewissens muss ich nun zugeben, dass ich die Glueckliche war, die sich mit Antje (DDR-Vizemeisterin im Kayaken…) in die Wasserschnellen wagen durfte. War teilweise eine recht rasante Fahrt, aber dank Antje haben wir es ohne zu kentern oder irgendwelchen Verletzungen heil zurueck in die Stadt geschafft.

Also ich bins, Vanessa, wir haben einen sehr schoenen Bootstrip hinter uns, 2 Stunden ruhiges herumschippern auf dem Fluss, umgeben von beeindruckender Natur, wir haben uns einen Wasserfall angeschaut.
Ein bisschen traurig sind wir alle dass wir unsere vierbeinigen Dickhaeutern und die witzigen, suessen dazugehoerigen Laoten zuruecklassen mussten. Wir koennten alle monatelang hier verbringen. Nun freuen wir uns auf neue Abenteuer.

Ich bin’s wieder: Alex. Nach unserer Tour haben wir unsere relaxten Freunde Dan und Julian wieder getroffen und noch einen sehr chilligen und angenehmen Abend verbracht (mit leckeren Pancakes – die werden hier mit der Schere in kleine Stuecke geschnitten) und mit den suessesten Marktverkaeufern. Wenn man dann mal, nach langer Diskussion, einen Preis ausgehandelt hat und maechtig zugreift, huepfen sie rum, reissen die Arme in die Luefte und schreien “lucky, lucky!!!”, was soviel heisst wie “yeah, trotz allen Handels bekomm ich immer noch mehr als es Wert ist.” :-) Aber so macht das Einkaufen und Geld hergeben dann auch richtig Spass (sind uns sicher wir machen die Verkaeufer hier gluecklicher als euch, die dann die Geschenke bekommen… ;-) )

Donnerstag morgen wurden nach einem kraeftigen Fruehstueck am Mekong-Ufer 4 Radl ausgeliehen (wir drei Maedls und Dan) und es ging ab in die kleinen Doerfer um Luang Prabang – wunderschoen, staubig und verdammt heiss, so wurde ca. alle 5Min eine kleine Pause eingelegt, mit den Laoten Gitarre und Trommel gespielt und in einem sehr coolen Restaurant gespeist. Man liegt hier ueberall auf Matratzen am Boden rum und ist von viel Kerzenschein und asiatischen Lampen und asiatischen Dueften umgeben. Und waehrend wir in gemuetlicher Runde zusammen sitzen (Antje und Cathy sind auch noch zu uns gestossen) wer kommt da???? Der Fussfetischist!!!!!!!!! Alberto! Mit dem wir vor 8 Monaten MacchuPicchu erobert haben!!! Wir haben uns schon daran gewoehnt, dass man immer wieder die gleichen Traveller trifft, aber bisher waren wir wenigstens immer auf dem gleichen Kontinent! Es ist schon sehr besonders ihn nach so langer Zeit auf der anderen Seite der Welt wieder zu sehen!

Tja und heute, als wir Dan und Julian zum Fruehstuecken abholen wollten, war Dan’s Laptop verschwunden! Es wurde (waehrend die beiden geschlafen haben!!!!) ins Zimmer eingebrochen und einfach der Computer geraubt! Das hat uns echt geschockt, allerdings sind wir um einiges geschockter als Dan selbst – er meint wenn der Dieb so dringend einen Laptop braucht und das Universum es so will, dann wird  das schon ok sein… der hat Nerven… man sollte sich ein bisschen von seiner relaxten Art abschneiden. Jedenfalls haben wir uns anschliessend von einem Tuktuk-Fahrer zum 32km entfernten Wasserfall tuckern lassen. Ein weiterer atemberaubender Ort mit vielen tuerkiesen Pools in denen man baden, oder sich wie Tarzen an einer Liane reinschwingen kann. Da wir wegen der ganzen Laptop-Tragoedie recht spaet dran waren, wimmelte es von Touris, aber trotz all des Trubels haben wir Alberto und seine Freunde wieder gefunden und sind zusammen den Wasserfall hochgeklettert, umso hoeher umso schoener und umso weniger Touristen. Hier haben wir einige Stunden verbracht bevor wir unseren Tuktukfahrer aufgesucht haben um uns wieder nach Hause zu fahren. Diesen haben wir “beim Party-machen” ertappt, singend und Biertrinkend hat er uns zu sich und seinen Freunden eingeladen… da setzt man auch grosses Vertrauen in den Guten, er soll schliesslich noch 32km fahren! Nachdem wir trommelnd das Gesinge und Trinkgelager mitgemacht haben konnte ich ihn davon ueberzeugen, die Tuktukfaherei doch lieber selbst in die Hand zu nehmen. Er meinte, er vertraue ’ner Europaeerin, aber man muss dreimal kraeftig auf die Bremse steigen bevor’s anfaengt zu bremsen (ich hab das ganze als Witz gesehen, aber NEIN, kein Witz! Hab wohl noch nie soviel gebremst und war dabei so schnell dran…). Im Endeffekt sind wir alle heil in Luang Prabang angekommen und werden es uns nun mit Dan, Julian, Alberto und co. in einem schoenen Restaurant am Fluss schmecken lassen :-)

posted by alex in Allgemein and have Comments (6)

Van Vieng und Luang Prabang

Am 2 Dez.wollten wir endlich das ausprobieren wofuer das Staedchen Van Vieng beruehmt ist, naemlich fuer das Tuben. Durch Van Vieng fliesst ein Fluss namens Mekong und Tuben bedeutet man leiht sich einen Schlauch von einem Autoreifen und nachdem man sich es in diesem gemuetlich gemacht hat geht es 3 Stunden auf dem Schlauch mal gemuetlich, mal etwas weniger gemuetlich zwecks Stromschnellen unter Felsbrocken unter einem vor denen man schnell seinen Hintern in Sicherheit bringen mussten, flussabwaerts. Den 1. Kilometer reihte sich eine Bar mit droehnender Musik nach der anderen. Die Bars stehen auf Stelzen im Wasser und eifrige Barkeeper bombadieren einen mit an Seilen befestigten Flaschen in der Hoffnung, dass man sich an ihnen festkrallt und in die Bar ziehen laesst. Auch fuehren schnelle Wasserrutschen von den Bars direkt ins Wasser oder man kann wie Tarzan mit einem Seil ueber dem Wasser schwingen bevor man sich fallen laesst. Nebenbei kann man natuerlich auch mengenweise Alkohol konsumieren was die meisten auch fleissig tun.
Nach ca 1 Stunde auf dem Schlauch kam endlich die letzte dieser Bars, bald hoerten wir die droehnende Musik nur noch aus der Ferne und der ruhige Teil des Tubings begann. wir sassen einfach nur auf den Schlaeuchen, den Hinten im Wasser und liessen uns auf dem an der wunderschoenen, bergigen Landschaft vorbeitreiben. Ab und zu mussten wir einer Herde Wasserbueffel ausweichen dessen einzigen aus dem Wasser lukendes Koerperteil die Nase war. So laesst es sich schon leben, besonders bei ca 40 Grad Aussentemperatur.
Wir sind uebrigens umgezogen in ein kleines Hausschen auf Stelzen direkt am Fluss.
Nachdem der vorherige Tag so faul und relaxt war suchten wir am naechsten Tag (3.Dez) wieder die Heraussforderung. Schon von der laermenden Backpackermetropole Van Vieng konnten wir erahnen wie wunderschoen die Umgebung hier sein musste und so beschlossen wir, sie mal wieder mit dem Roller zu erkunden. Klappe die 2. fuer Vanessa und so sehr sie sich spaeter auf dem Roller meisterte so schlecht benahm sie sich am Anfang und zwar indem sie sofort beim Starversuch den Schlussel ihres armen unschuldigen Gefaehrtes abbrach was einen riesen Zwergenaufstand des Rollerverleihers nach sich zog der uns erstmal das doppelte an Geld abzog von dem was es eigentlich kostet einen Schluessel nachzumachen. So ein Arsch, aber er hatte meinen Reisepass und solange er den hatte, hatte er quasi auch die Macht, was will man machen.
der Weg zur bue Lagoon, den Ort, den wir gerne sehen wollten war sehr, sehr steinig und ihr glaubt gar nicht, wir 1. Stassen aussehen koennen, 2. welche Hindernisse man alle mit dem Roller ueberwinden kann und 3.wie unglaublich lang 7 km auf einer solchen Strasse sein koennen…
Vanessa und ich keampften taper mit dem riesigen Gesteinsbrocken, Schlagloechern etc und atmeten erleichtert auf, als wir das herrlich tuerkis-blau der bue Logoon erbilckten. Man von einem Baum ins Wasser springen oder in den Dschungel hineinspringen. viele Fischchen schwammen um einen herum. An diesem Ort besichtigten wir auch eine beindruckende Tropfsteinhoehle. Wir wussen gar nicht, wie schoen Hoehlen sein koennen. Natuerlich stockfinster abr ueberall, wo man mit seiner Taschenlampe hinleuchtet gltitzert und blinkt es. Kristalle. Auf dem Rueckweg machten wir noch einen Abstecher zu einer anderen Lagune. Leider machten wir den Fehler, unsere Helme auf einer Kuhweide auf uns warten zu lassen so dass die Kuehe damit Fussball oder eher gesagt Maulball damit spielten als wir sie wieder bekamen und wir sie kaum von all der Kuhsabber befreien konnten. Bahh. Die Landschaft die wir heute gesehen hatten kann man mit 2 Woertern ganz gut beschreiben und zwar faszinierend schoen und dramatsch. hohe Felsen, mit Dschungel ueberwachsen. Fragen uns, wie die Baeume sich ueberhaupt ernaehren koennen. Ob sie das Wasser aus den Steinen ziehen? Und wo stecken sie ihre Wurzeln hin? Fragen ueber Fragen…
Abends stiessen Alex und meine sehr relaxten Freunde Dan und Julian, die wir auf den 4000 Inseln kennengelernt hatten( Relaaax, experience the moment…), erinnert ihr euch wieder, zu uns und trotz der verlockenden Speisekarten hier ( siehe letzter Bericht) waren sie nicht begeistert von der laermenden Backpackerhochburg da sie keinen Ort des Friedens und der Ruhe finden konnten um zu meditieren oder chillen. Mag sich verrueckt anhoeren aber eigentlich ging es uns genauso, deshalb kaufeten wir ein Bustickt zum naechsten Ort.
Van Vieng loest, wie es schon im Lonly Planet liest und einem viele andere Traveler sagen 2 Gefuhle aus. Man liebt es wegen der umwerfenfenden, dramatischen Natuer in der Umgebung und den Lagunen und Hoehlen und wegen der unglaublich leckeren Nutella pancakes aber man hasst es wegen der unzaehligen besoffenen, groehlenden in Bikini herumtorkelnden Backpackern ( im Bikini herumlaufen ist fuer die Laoten ziemlich schlimm)Die Laoten scheinen das mit Fassung zu nehmen aber nach laotischer Kultur muss man hier suchen.
Am 4 Dez. ging es also zum naechsten Ort, Luang Prabang, schon auf der Busfahrt dorthin konnten wir die wunder, wunderschoene Natur bewundern. Wieder diese dramatischen Felsen mit Dschungel ueberwuchert. Wir konnten gar nicht den Blick abwenden. Heute, den 5 Dez wollen wir uns die Stadt mit den unzaehligen Tempeln ansehen und morgen geht es dann zu einem Elefantencamp wo wir 2 Tage lernen ein bisschen mit den Dickhaeutern umzugehen und auf ihrem Hals zu reiten. Hey, das wird sooo cool!!!

posted by marlene in Allgemein and have Comment (1)

Pakse und Vientiane

Freitag, nachdem wir Vanessa vom Bahnhof abgeholt haben, wurden wir mit Lebkuchen (!!!) und einem Kinderschokoladenadventskalender (!!!!!!!!!!) ueberrascht! Was fuer eine Freude ;-) Der restliche Tag wurde mit ratschen, ausruhen, “posh”-Essengehen und in einem sehr untouristischen Pub (Menue komplett auf laotisch) verbracht…

Samstag den 27.11. gings frueh morgens los in das umliegende Bolavenplateau. Mit einer sehr netten 8koepfigen Gruppe haben wir Kaffeeplantagen, Teeplantagen verschiedene Doerfer (die ihre Saerge schon alle im Vorraus bauen um dann nicht in den Stress zu kommen, wenn dann mal einer gebraucht wird, oder auch Bueffelopferrituale haben jedes Jahr) und ein paar wunderschoene, im Dschungel versteckte und dramatische Wasserfaelle besucht. Auch Laos wurde von der Bombadierung der Amis zu Vietnamkriegszeiten nicht verschont und ist immer noch voll mit Blindgaengern. Hier sterben jaehrlich 300 – 400 Menschen, weil sie auf eine Bombe treten. Ein paar dieser Bomben konnten wir auch an den Kaffeeplantagen sehen. Trotz all der tragischen Geschichte versuchen sie’s so gelassen wie moeglich zu nehmen und benutzen die gesprengten Bombenteile als Blumentoepfe; kreativ und ironisch sind se… :-)

Sonntag (erster Advent – wir haben ca. 45Grad…., somit wurde kein “Kerzal” angezuendet um unnoetige Temperaturerhoehungen zu vermeiden… ;-) ) haben wir uns zu viert (mit Valentin aus Wien – unserem neuen Freund) einen Roller ausgeliehen. Da ich in der Hinsicht ein kleiner Angsthase bin, hab ich’s mir wieder hinten drauf bequem gemacht und mich durch das wunderschoenes Laos kutschieren lassen. Dabei muss ich sagen: meinen allerhoechsten Respekt an meine 2 Freundinnen, die  todesmutig und selbstbewusst allen Schlagloechern, gereizten Kuehen und erschrockenen Ziegen die Stirn geboten haben! Noch dazu sass Vanessa das erste mal aufm Roller! (Dazu spaeter mehr…). Den Hinweg ins 48km entfernte Champasak hat sie sich die Reise auch erstmal vom Ruecksitz aus auf sich wirken lassen. Zum Fruehstueck gibts laotische Nudelsuppe (mit Staebchen versteht sich) und danach gehts nach einigem hin-und herverfahre und mit einem notduerftig zusammengezimmerten Floss, welches auf 2 Kanus gehaemmert wurde um uns und unseren fahrbaren Untersatz ueber den Mekong nach Champasak zu schippern zu den beruehmten Tempelruinen Wat Phou, die dramatisch am Fusse eines sogenannten “Phallusberges” in drei Ebenen liegen. Verglichen mit Angkor Wat ist dies eine sehr kleine Ausgabe dieser Khmer-Heiligtuemer, aber  nicht weniger beeindruckend. In einer wunderschoenen Natur eingebettet und mit kilometerlangen Sicht ueber das gruen-huegelige  Land. Bei der Heimfahrt wurds dann ernst fuer Vanessa – wir haben Valentin in seinem Hostel abgeladen und nun liegts an ihr den Roller unbeschadet zurueck nach Pakse zu bringen. Nicht schlecht staunten wir, (und mit “wir” mein ich: Lene und mich  und ca. 30 geschockte Laoten), als sie sich wie selbstverstaendlich auf das rote Ding schwang und versuchte es durch halben Meter hohen Sand, Schlagloecher einen verdammt steilen Berg hinaufzutreiben. Nur leider wurde ihr die ganze Schalterei und Bremserei etwas zuviel bei soviel Aufmerksamkeit und alles ging etwas durcheinander… leider vergass Vanessa aufzusteigen bevor sie Gas gab (mit der Hand) sodass sie verzweifelt neben dem fuehrerlos voransprintenden Gefaehrt herlief, die Laoten rissen erstaunt die Augen auf und sprangen in Sicherheit bevor sie sie zermalmen konnte (Regina, mach dir keine Sorgen: manchmal uebertreiben wir ein wenig… ;-) Wir bemuehen uns dein Toechterchen wieder wohlbehalten daheim abzuliefern – koennen aber nix versprechen…). Nein, jetzt mal ernsthaft: nachdem der erste kleine Hindernisberg (der echt fies war!) ueberwunden war, kamen Lene und ich  aus dem Staunen gar nimma raus. Vanessa ist in einem Hoellenzahn abgedampft und wir haben selten soviel Professionalitaet auf einem Roller gesehen! Nach einer wunderschoen-entspannten (zumindest fuer mich) Fahrt sind wir abends in Pakse komplett gesund und schrammenfrei angekommen und haben uns vor unserem Nachtbus nach Vientiane (der Hauptstadt Laos’ ) nochmal den Bauch mit laotischen Leckereien vollgehauen.

So, nun zum Nachtbus: das ist ja mal ein geiles Teil sag ich euch! Mittlerweile sind wir ja echte Buskenner, aber sowas hatten wir noch nicht… es gibt doch tatsaechlich richtige, kuschelige, warme Betten!!! Wenn man Pech hat (oder vielleicht auch Glueck…) muss man es sich evtl mit einem fremden Herrn in einem 90cm-breiten Bett kuschlig machen… wir drei konnten uns neben 2 Laotinnen kuscheln und es war wie bei einer Pyjamaparty. Man wurde dank der groesseren und kleineren Schlageloecher manchmal zaertlich manchmal etwas hart in den Schlaf geschaukelt… ein totaler Genuss! Uns wurden 12 Stunden Fahrt versprochen, bekommen haben wir aber unverschaemterweise nur 10! Sprich um 6Uhr morgens wurden wir aus unserem kuschligen Bett geschmissen…, so schwer is es uns noch nie gefallen uns von einem Bus zu trennen…

Vientiane ist die kleinste Hauptstadt der Welt (400000 – 500000 Einwohner), und hat ausser ewig vielen Tempeln, Massagelaeden und Restaurants nicht viel zu bieten. Nach sehr westlichem und leckeren Fruehstueck (Essenstechnisch gibts hier einfach alles was wir die letzten 10 Monate so vermisst haben!) hiess es “Auf zur Sightseeingtour”! Nach stundenlangem rumspazieren durch das sympathische, bunte Staedtchen waren wir doch reichlich muede geworden von der langen Reise und der Hitze. So beschlossen wir kurzerhand uns eine Massage zu goennen – wird eh hoechste Zeit dafuer, sind schon ueber 2 Wochen in Asien!! Dieses Massageerlebnis war eins der besonderen Art… Es hiess Ruecken, Schultern und Kopf werden massiert, aber es war dann doch eher eine Ganzkoerpermassage. Die ganze Massage ueber hab ich nur gedacht “wie verdammt nochmal schreiben wir DAS wieder auf den Blog?!?” Glaubts mir: es ist nicht einfach zu beschreiben… Lene hat den einzigen Mann abgekommen, was sie etwas nervoes gemacht hat nachdem dieser den Massageschwerpunkt auf ihren Hintern setzte… “do you like your job?!?” war alles was ihr dazu einfiel. Sie versuchte es gelassen zu nehmen, da wir uns alle sehr sicher sind, dass der gute Herr absolut null Interesse an Frauen hat. ;-) Dies kann ich von meiner Masseuse nicht behaupten… ;-) Jedenfalls haben all unsere Rippen und anderen Koerperteile ohne zu brechen mitgemacht. (worueber wir nicht ganz so sicher waren in den 30 Minuten gewaltsamen Vergehens an unserem Gestell). Nach dieser Drangsaliererei mussten wir erstmal in unserem Hotel auschillen :-) Abends gings noch zur happy hour in ne Bar, allerdings kann man nicht grad behaupten, dass Vientiane eine Partystadt ist… vielleicht lags auch dran, das Montag war.

Dienstag haben wir uns ganz entspannt andere Teile der Stadt angesehen und sind mittags in den Bus Richtung Vang Vieng gestiegen. Vang Vieng ist eine Backpackerhochburg, die einen recht schlechten Ruf hat, aber wir waren sehr positiv ueberrascht. Ein Restaurant/Kneipe nach der anderen am Fluss. Man liegt auf 100ten Matratzen und Kissen und ist von jeder Menge Licherketten umgeben.

posted by alex in Allgemein and have Comments (3)

Rollertour Cambodia/ Rattanakiri und 4000 Inseln in Laos

So, ersteinmal an alle, die in grosser Sorge um uns waren wegen Phnom Penh, wir haben die Stadt einen Tag vor der schrecklichen Tragoedie verlassen, und die, die den letzten Blogartikel aufmerksam gelesen haben haben bestimmt gesehen, dass wir ihn schon nicht mehr von Phnom Penh geschrieben hatten sondern schon in Rattanakiri waren (Elefanten reiten und so). Wir haetten deshalb nicht gedacht, dass sich Leute wirklich Sorgen machen sonst haetten wir uns frueher gemeldet, sorry!
Am 22.11, dem letzten unserer leider nur 8 Tage in Cambodia entschieden wir uns dafuer, die Gegend auf einem Roller zu erkunden. Ein bisschen tricki am Anfang weil wir noch nie mit Gaengen gefahren waren und auch die Stassen sind sehr, sehr abendteuerlich, es ging ueber Stock und Stein durch tiefen roten Sand, der einfach alles verfaerbt . Wir verbrachten einen wunderschoenen Tag damit in Wasserfaellen zu duschen und uns waehrend einer Verschnaufspause zu erholen von der Slalomfahrt um metertiefe Schlagloecher, Kinder, Schweine, Huehner, Hunde und Katzen und dabei die schoene Natur zu betrachten. Zwar hatte unser Roller weder Spiegel noch Nummernschild welches wir als Erkennungszeichen fuer unseren Roller benutzten. Wir wunderten uns also nicht schlecht, als wir von dem Krateresee nach Hause fahren wollten, dass wir uns im Nu in Mitten einer Grupper wild schimpfender, schreiender und gestikulirender Cambodianer wiederfanden als wir das Gefaehrt gerade starten wollten. Nach einer Weile hektischen hin und hers schaffte es endlich ein Cambodianer uns klar zu machen, dass wir im Begriff waren mit SEINEM Roller loszufahren. Das war der Moment in dem wir herausfanden, das quasi ALLE Roller rot waren und weder Nummernschild noch Spiegel hatten also waren das bloede Erkennungsmerkmale fuer unseren ausserdem kann man mit einem Zuendschluessel nahezu alle Roller in ganz Cambodia starten, wie praktisch! Sind uns immer noch nicht ganz sicher, ob wir den richtigen Roller wieder zurueckgebracht haben :-(
Roller wird uebrigens unheimlich viel gefahren, die meisten Menschen haben kein Auto, umso mehr haben Roller. Das gilt auch fuer Laos. Man glaubt als westlicher Mensch gar nicht, was da alles draufpasst…. 3 lebendige Schweine oder 45 Huehnerkaefige mit Inhalt auch 5 Moenche mit Regenschirmen heben wir schon auf einem Roller gesehen und Umzuege(incl. Moebeln etc) werden mit dem Roller erledigt. 5 Jaehrige Kinder fahren ihre noch kleineren Geschwister durch die Gegend, Muetter stillen waehrend einer entspannten Fahrt duch die Grossstadt wie z.B Phnom Penh ihr Baby und putzen waehrenddessen dem anderen Sproessling die Rotznase. Man steigt hier nicht ins Taxi sondern natuerlich auf ein Rollertaxi oder tuktuk( Roller mit Wagen) also kurz, das ganze Leben spielt sich hier auf dem Roller ab. Nun sind wir natuerlich froh, dass wir auch mitreden koennen wobei die Cambodianer normalerweise einen grossen Bogen machen um Muzugus auf den Gefaehrten, das ist ihnen wohl nicht ganz geheuer. Naja, so hat man wenigstens Platz auf der Strasse;-)
Das Guesthouse in dem wir grade uebrigens in Rattanakiri waren war total nett ein Familienbetrieb, der 5 Jaehrige sohn der Familie z.B nimmt die Bestellung im Restaurant auf was manchmal SEEEEERHR lange dauert, die die Frau des Besitzers ist gleichzeitig die Koechin ( eine sehr gute uebrigens) und drueckt einem ihren Saeugling gern in den Arm wenn sie zu tun hat. Ausserdem haben wir einen Fernseher! das 1. Mal seit Malawi…
schoener Abschluss von Cambodia, am 23.11 ging es nach Laos und zwar in den relativ untouristischen Sueden zu den 4000 Inseln. Wissen nicht ob es wirklich 4000 sind aber auf jeden Fall wunderschone Inseln in einem sehr, sehr breiten Flussbett. Einfach nur ein Paradis. Dort koennte man sofort hinziehen ohne gross nachzudenken . Noch abernds lernten wir unsere neuen Freunde fuer die naechsten 2 Tage kennen, Dan (schotte) und Julian (deutsch) die beiden, besonders der am ganzen Koerper taetowierte Dan sind Hippies und Dank ihnen verbrachten wir eine sehr relaxte Zeit auf der Insel. RELAAAAAX und JUST EXPERIENCE THE MOMENT….. waren die beiden von Alex und mir meistgehoerten Saetze in den letzten 2 Tagen. Mittags hatten Alex und ich aber genug gechillt und trotz energischer Ermahnungen wie RELAAAAX und JUST LIVE FOR THE MOMENT und DONT WORRRRRY und CHILL OUT!!! machten uns Alex und ich auf eine Erkundungsradtour auf die benachbarte insel Don Kong (unsere heisst Don Det) wir sahen wunderschoene reissende Flussschnellen, felsige Landschaften und Straende und viele Reisfelder in denen die Menschen mit ihren grossen Hueten in der Sonne arbeiteten.
Am naechsten Tag versuchten wir unsere neuen Freunde zu einer weiteren Fahrradtour ueber unsere eigene Insel mitzunehmen. Um 14.00 kamen wir los. Aber da alle 7 Minuten chillen angesagt war und sich Dan auch ausserhalb der Chillpausen im Zeitlupentempo bewegte liessen wir uns schnell in einem vegetarischen oeko chill Retaurant nieder und chillten weiter. Trotz einiger unschoener Tiererlebnisse wie z.B ein Affe, der Alex den gerade neu erworbenen Kuchen aus der Hand riss und einer Spinne im Vogelspinnenformat die in unserem Zimmer hauste und die unsere neu erworbenen Freunde beim besten Willen nicht entfernen konnten weil sie viiiiiel zu gefaehrlich sei, verbrachten wir einige sehr entspannte Tage mit viel chillen natuerlich und auch 2 sehr gesunde Tage mit essen in Oko-Vegetarierretaurants und Glutamatfreier Kost, angeregt von Dan.
Am 26.11, also heute ging es in aller hergottsfruehe in die Stadt Pakse in der wir heute Alex Freundin aus der damaligen Kinderkrankenschwesterausbildung, Vanessa, die eine sehr anstrengende Reise hinter sich hat, in Empang nahmen. Nachdem sie fast ganz in den Norden des Landes geschickt wurde ( wir sind aber ganz im Sueden) ist sie nun wohlbehalten angekommen um die letzten 3 Wochen mit uns zu verbringen.

posted by marlene in Allgemein and have Comments (2)

Phnom Penh und Ratanakiri

Nachdem wir so ziemlich den kompletten Donnerstag damit verbracht hatten uns im Internet um verschiedene Sachen zu kuemmern und deswegen (kurz vor verbittert) erst abends Zeit fuer Kambodschas strahlende Hauptstadt und vor allen Dingen fuers Essen hatten!

Freitag, den 18.11.gings auf Phnom Penh zu erkunden. Nachdem Fruehstueck hiess es sich ums Laos-Visum zu kuemmern, von Thailand aus waers kein Problem (man bekommts einfach am Grenzuebergang), doch von Kambodscha aus muss man sich in Phnom Phen eins besorgen oder man hat ziemliche Schwierigkeiten an der Grenze (zum Glueck haben wir das in letzter Sekunde rausgefunden…). So haben wir uns wiedermal ein Rollertaxi organisiert und sind durch den wuseligen und chaotischen Strassenverkehr zur laotischen Botschaft. Wenn man 10Dollar drauflegt bekommt man das Visa noch am gleichen Tag ausgestellt, womit wir echt Glueck hatten, (normalerweise dauerts 2 Tage.)

Und in der “Wartezeit aufs Visa” gabs eine ganze Portion Sightseeing. Angefangen bei dem groessten der ca.  300  Massengraebern in Kambodscha (Killing Fields). Diese Grabstaetten wurden in der Zeit von 1975 – 1979 (die Revolution und Regierung der Roten Khmer) gegruendet und so gut es ging gefuellt mit insgesamt 3 Millionen (von nur 7 Millionen) Bewohnern! Sprich fast die Haelfte des Landes wurde brutal gefoltert und abgemetzelt! Lene und ich sind uns einig, dass wir so etwas grausames noch nie gesehen haben! Pol Pot, der Anfuehrer dieses kranken Hoellenregimes fuehrte einen Genozid durch, der sich besonders auf Intellektuelle (oder einfach nur Brillentraeger!), verschiedenste Staemme und Glaubsenrichtungen, Auslaender und deren ganzen Familien konzentrierte. Sogar die Babys wurden an den Fuessen gepackt und gegen den “Todesbaum” geschmettert. Ein im Baum befestigtes Radio spielte den ganzen Tag laut um die Todesschreie der, in Lastern gebrachten, und zu Tode gequaelten Menschen zu ueberspielen! Sie wurden oft lebendig begraben, mit Saeure ueberschuettet, und um wertvolle Monition zu sparen mit scharfen Palmenblaettern moeglichst langsam gekoepft! In Phnom Penhs Killing Field sind 9000 Menschen begraben. Nach jeder Regenzeit, wenn der Boden matschig und abgetragen ist, tauchen immer noch Zaehne und Knochen aus den Graebern auf! Nach den Killing Fields sind wir auch noch ins Toul Sleng (oder auch S21), ein frueheres Gymnasium, das bei der Uebernahme der Roten Khmer in ein Gefaengnis umgewandelt wurde, in dem wie im Mittelalter gefoltert wurde. Wenn man durch die Klassenzimmer geht steht in der Mitte ein rostiges Bett und dahinter sieht man verschiedene Foto wie diese Raeume nach dem Fall der Roten Khmer ‘79 vorgefunden wurde. Die Grausamkeiten dieser Bilder kann man nicht in Worte fassen und haben uns beiden die Traenen in die Augen getrieben! Jeder einzelne der Insassen wurde vor seinem Tod fotografiert und all diese Gesichter sind auf Leinwaenden, die kein Ende zu nehmen scheinen, verteilt. Tausende Maenner, Frauen, Kinder (!) starren einen von den alten Schwarzweiss-Fotos an und man kann sich nicht ausmalen was sie in diesem Moment durchgemacht haben muessen. Es ist eine Schande, dass wir in unserem Geschichtsunterricht in Deutschland einfach NICHTS von anderen Laendern lernen!

Kambodscha ist so widerspruechlich, von dem Koenigreich der Goetter (Angkor) ueber diese blutige Geschichte bis zu all dem Prunk des Koenigspalastes… Bettelarm lebt neben superreich. Wir haben wohl noch nie so viele Minenopfer wie hier gesehen. Es sterben immer noch 700 Menschen jaehrlich, weil sie sich einen Meter zu weit von der Strasse entfernen! (Minen, die ihnen die Amerikaner beim Vietnamkrieg hinterlassen haben)… Massenweise Menschen sitzen auf der Strasse, denen Beine und/oder Arme fehlen! Besonders an Stellen wie dem Wat Phnom (eine gewisse Penh hat vor laaaanger Zeit 4 Buddhas aus dem Mekong gefischt und sie auf diesen Huegel gestellt – daher der Name Phnom Penh = Huegel der Penh) kommen viele Mitleidsuchende Leute auf einen zu.

Nach all dieser schwer-verdaulichen kulturellen Bildung haben wir unser Laos-Visa abgeholt und sind dem lebhaften Nachtleben Phnom Penhs naehergekommen. Cocktails zum Spotpreis, Lichterketten ueberall und eine tolle Aussicht auf den Fluss und die Palaeste/Tempel. So widerspruechlich diese Stadt auch ist, so faszinierend ist sie!

Am Samstag viel zu frueh am morgen (zumindest fuer uns, allerdings sind bei Sonnenaufgang um 6Uhr all die Kambodschaner beim Joggen oder Aerobik an der Flusspromenade…) ging unsere Busreise in die Provinz Ratanakiri im Nordosten Kambodschas. Die Busreise hat uns wieder lebhafte Erinnerungen an Afrika hervorgerufen – lautestes (diesmal asiatisches) Gekreische klingt aus allen Lautsprechern, mit denen einfach jeder Sitzplatz gesegnet ist und man ist hilflos ausgeliefert… 11 Stunden lang…, doch zumindest verstehen wir die Texte nicht! (Is ja auch was wert, wie wir schmerzlich mit “I killed my childrensss” lernen mussten ;-) )

Abends in Ban Lung angekommen gings auf dem Roller und mit zwei weiteren Deutschen ins Riverview Hotel. Und das ist mal eine geile Sache sag ich euch! Wir zahlen so wenig wie noch nie (noch nicht mal am Boden schlafend in unserem viel zu kleinem Zelt!) und haben ein richtiges Bonzenzimmer! Grosse Betten, ein richtiges Bad, alles sauber und dann auch noch das: ein FERNSEHER! Haben seit einem Jahr nicht mehr ferngesehen! Wissen nicht was wichtiger ist: Gegend erkunden oder sich einfach vor die Glotze legen. (Was Lene genau jetzt im Moment uebrigens macht ;-) )

Heute morgen haben wir eine Rollertour durch diese wunderschoene Landschaft gemacht. Zu dritt auf dem Roller (wir beide und unser Guide Watah) wurds teilweise schon sehr kuschlig, aber es hat trotz grosser Schlagloecher gut funktioniert ;-) Nachdem wir einen sehr schoenen Wasserfall begutachtet haben, wurden wir von einer Elefantendame (Echan) durch den kambodschianischen Dschungel getragen! Was fuer ein Erlebnis!!!! Es ist sehr aufregend so ein grosses, dickes Ding durchzuknuddln (und auch eine sehr schmutzige Angelegenheit). Wir waren sehr froh zu sehen, dass die ganze Sache auch Artengerecht zugeht; nicht etwa mit Naegeln in die Haut stechen damit man sie zum Gehen bewegt! Nein, unser Fuehrer war nur mit einer Axt bewaffnet… Allerdings wurde davon kein Gebrauch gemacht, auch wenn Echan eindeutig das Sagen hatte und wir mit aller Bettelei und Schnalzerei und Quengelei die Gute nicht dazu ueberreden konnten von all dem Gebuesch zu lassen und uns weiter zu reiten. Nein, sie wurde sogar noch belohnt indem unser Elefantenreiter spitze Splitter aus Baumrinden gehackt hat, damit sich Echan den beleibten Hintern daran reiben kann ;-) Wieder ein wunderschoenes Erlebnis und wir sind sehr happy dass es hier wieder gut bezahlbar ist solche besonderen Aktivitaeten zu unternehmen.

Nach dem Abschied von Echan gings zu einem zweiten traumhaften Wasserfall, den wir von der dahinterliegenden Hoehle auskundschafteten. Da Watah erstens hungrig wurde und zweitens Sportbegeistert ist (es sind im Moment irgendwelche “sehr wichtigen” Ruderrennen in Phnom Penh) sind wir zu seinem Cousin nach Hause gefahren, weil der sowohl Reiszeug als auch einen Fernseher hat ;-)   Es war echt interessant zu sehen, wie so ein richtiger Kambodschaner lebt! Vorm Haus, im Haus, hinterm Haus stehen Buddha-”Krippen”, die mit schrecklich kitschig-buntem Lametta und Lichterketten geschmueckt sind, davor befindet sich jeweils eine Schuessel mit Keksen. Das “Haus” indem er lebt erinnert uns ebenfalls an Afrika, man kann es mehr als Huette beschreiben die als Fussboden den roten, staubigen Sandstein aufweisst, den man auf der Strasse ausgesetzt ist. Dies ist allerdings recht praktisch, weil er so seinen Roller direkt ins Haus und nebens Bett parken kann. Er besitzt zwei Katzen (diese und Hunde werden hier ueblicherweise gegessen – aufm Markt in Phnom Penh werden Hundekoepfe verkauft), auf die Frage hin ob er die denn auch isst, meinte er recht entsetzt, dass er sowas nicht mache! Es sei nicht sehr hoeflich der Katze gegenueber…! Wo er recht hat, hat er recht… Nachdem sich Watah schweren Herzens von seinem Fernseher getrennt hat, fuehrte er uns in ein abgelegenes Dorf indem die Kreung (ethnische Minderheit mit eigener Sprache) leben. Diese Leute hier sind Touristen wirklich nicht gewohnt… wir wurden mit skeptischen Blicken begruesst und von Fotos wurde hier auch nicht viel gehalten, aber es war sehr interessant zu sehen. Die Schweine und nackten Kinder laufen zwischen den Stelzhaeusern rum und die Frauen duschen sich mitten im Dorf bei der Wasserpumpe.

Auf der Rueckfahrt hat Lene noch die Chance ergriffen und eine kleine Rolleruebungstour gemacht um mich morgen sicher zu einem Kraterlake zu chauffieren;-) Bei der Einweisung in das Gefaehrt meinte Watah noch als guten Ratschlag, dass sie halt nicht zu schnell durch den Dschungel fahren solle… ;-) Ich hab Lene und Watah seinen Roller jedenfalls in einem ganzen Stueck zurueckbekommen und ich bin gespannt wie’ s morgen wird! Evtl treffen wir Watah am See um ihm schwimmen beizubringen – dies koennen die meisten Menschen hier nicht! Noch nichtmal diese Profiruderer (deswegen haben sie alle Schwimmwesten)

Ach die Kambodschaner; schon ein witziges Voelkchen…. aber uebermorgen gehts schon weiter in unser letztes Reiseland: Laos!!  Sind gespannt!

Und uebrigens: Lene hat sich entschieden noch eine Nacht in Bayern zu bleiben um ihre kulturelle Reise zu vervollstaendigen ;-) (oder vielleicht auch weil der Flug billiger war…., wer weiss), jedenfalls kommt sie mit mir am 19.12. um 16:05Uhr in Muenchen an und fliegt am 21.12. frueh nach Hannover, wo sie um 9:00 ankommt! Leute, wir freuen uns auf euch!!!

posted by alex in Allgemein and have Comments (7)

Bangkok und Cambodia

An unserem 1. Abend in BKK waren wir endlich mal wieder ausgehen was sehr schoen war. BKK gefaellt uns sehr gut jedenfalls das, was wir vom gesehen haben und das ist nicht viel da wir so busy sind mit Waesche waschen , durch die Stassen zu laufen und all die schoenen Sachen zu betrachten, uns zu versuchen von dem roten Afrika Staub zu befreien, bei den Fuessen haben wir aufgegeben, die Naegel bleiben wohl fuer immer gelblich-rot, und nach einer Kamera zu schauen.
Alex Kamera hatte ja schon vor Ewigkeiten den Loeffel abgegeben weil sie die Sandboarding tour in Peru damals nicht ueberlebt hatte und nun hatte auch noch meine Kamera in Uganda/Bwindi aufgegeben. In Afrika konnten wir ja noch mit Iris Kamera knipsen aber nun musste natuerlich eine her denn ohne Kamera traveln geht natuerlich GAR NICHT! Reparieren wollte mir in BKK die Kamera niemand, lieber eine neue verkaufen. Also Papa, es besteht noch Hoffnung in Deutschland! Auf ging es also auf in ein riesengrossen Shopping center wo in verschiedenen Shops und an verschiedenen Staenden unzaehlige Kameras verkauft wurden. In den Shops wurden Markenkameras, die UNGLAUBLICH teuer waren verkauft und an eine fachmaennische Beratung war wegen mangelnder Englisch oder Kamera- Kenntnisse nicht zu denken. Verstaendlich also, dass wir ganz ohne Beratung, dafuer aber auch mit nicht sehr viel Wissen ueber Kameras zoegerten, zuzuschlagen und unglaublich viel Geld hinzublaettern. Ausserdem gefiel uns keine der Kameras, die wir ausbrobiert hatten. Wir schauten uns also stundenlang bei den unzaehligen Staenden im Kaufhaus um aber ohne Erfolg. Als ich mich kurz verabschiedete um kurz zum Klo zu gehen hatte ich ploetzlich das Gefuehl, dass Alex mir bei meiner Rueckkehr endlich ein Produkt praesentieren wuerde das ihr gefiel. Und prompt war es auch so!!! All die Anspannung und Stress war aus Alex Gesicht gewichen und sie sah strahlend auf eine Kamera in ihren Haenden, eine Lumix mit 12 Fachen Zoom und 12,1 Megapixel die wunderschoene Fotos machte mit herrlichen Farben und niemals verwackelt, egal wie man sich bewegt. Alex zoegerte trotzdem zuzuschlagen (es sollte ihre Kamera sein) weil die Verkaeuferin so rasant mit dem Preis herunter ging und uns langsam klar wurde, dass hier evtl. gefaelschte Produkte verkauft wurden. Die Kamera sollte weniger also die Haelfte als im Laden kosten. wir raeumten uns also nach langer Diskussion mit der Verkaeuferin noch etwas Zeit ein, sie gab uns 20 Minuten, wir nahmen uns 2 Stunden und waehrend Alex zurueckging um erneut zu verhandeln und zu besprechen und ich ging waehrenddessen wieder aufs Klo weil Alex ja auch das letzte Mal ohne mich mehr Glueck gehabt hatte. Als ich nach 10 Minuten wiederkam hatte die Verkaueferin Traenen in den Augen, gestikulierte wild und plapperte mit ihrem thailaendischen Akzent hektisch auf Alex ein sie wollte doch ihre Kunden nur gluecklich machen und Alex sei nicht gluecklich und sie solle sich nun ENDLICH entscheiden! Das taten wir nach weiteren 2 Stunden und Burgerking (hatten wir schon ewig nicht mehr), Und einigen suessen Eiscremes (hatten wir auch schon ewig nicht mehr) und die Kamera gehoerte Alex, yeahhhh! Wir waren ausser uns denn das ist ein ganz tolles Teil. Seid Alex sie hat kriegen wir den Finger gar nicht mehr vom Ausloeser!
Wir haben bestimmt die richtige Entscheidung getroffen. Hoffen wir…
Thailand bzw BKK ist natuerlich mit Afrika nicht zu vergleichen, UNGLAUBLICH viele Menschen und es scheint, mehr Touris als Einheimische, die Stadt ist schoen mit tollen, goldenen Palaesten aber natuerlich ganz schoen hektisch und dreckig. Viele Menschen laufen hier mit Mundschutz herum und ueberall sitzen Touris, mit dem Fuessen in einer Art Aquarium und lassen sich von kleinen Fischen die Hautschuppen abknabbern, lecker! Und an jeder Ecke steht eine Thaifau die einem hinterherruft: Wanna Maschasche?(do you want a massage) Ansonten finden wir die Menschen in BKK besonders im Vergleich zu den Afrikanern, die so zuckersuess waren nicht besonders freundlich und auch sehr ungeduldig und hektisch. Mag daran liegen, dass das hier eine Grossstadt ist. Am naechten Tag ging es, mit der funkelnagelneuen Kamera im Gepaeck nach Cambodia. Wir sind es noch gewohnt, bei einer Busfahrt die einzigen”Muzugus” zu sein aber das ist jetzt auf jeden Fall vorbei, in unserem Bus sassen noch ca 8 andere Backpacker. An der Grenze zerrte ein Mann uns alle sofort in ein Buro um “Visaangelegenheiten” zu regel wobei er uns weit mehr Geld abnahm als eigentlich ueblich. Wir wollten alle einen Bus nach Siem Reap, unserem Zielort nehmen weil im Lonely Planet sehr davon abgeraten wird ein Taxi zu nehmen auch wenn es nur unwesentlich teurer ist aber der Mann sagte, und damit hatte er leider Recht, der letzte Bus sei schon abgefahren. So hatten wir keine Wahl. Immer wieder ermutigte uns der Mann, Geld abzuholen was wir total komisch fanden und ausser des Taxifahrers fuhr noch ein andere duester ausssehender Cambodianer mit uns mit. Nach 10 Monaten traveln hielten wir das 1. Mal das Pfefferspray, das uns Eike und Feli gegeben hatten bereit. Tatenbereit hielt ich es die ganze Zeit in der Hand den Finger auf dem Knopf, bereit jederzeit abzudruecken. Das war gruselig. Gott sei Dank hatten wir noch einen anderen Backpacker bei uns, Adam aus Amerika. Nach 2 stuendiger Taxifahrt ohne Einsatz des Pfeffersprays schmiss uns der Fahrer in einer dunklen Gasse raus in der schon ein Tuktuk wartete ( Rollertaxi) das uns in ein Hostel seiner Wahl bringen wollte wo er natuerlich Komission bekommt. Als wir auf unser schon ausgewaehltes Hostel bestanden wurde er sauer und schimpfte auf uns. Wir waren trotzden froh dass wir uns durchgesetzt hatten denn unser Hostel war supersuess und mit einem tollen Restaurant.
Am naesten Tag liessen wir uns mit dem Tuktuk zu den weltberuehmten Tempeln von Angkor bringen.Zwar wieder viel, viel tourisiecher als wir und das vorgestellt hatten in Cambodia und dadurch auch wieder sehr, sehr viele Menschen die einem staendig am Arm zuppeln weil sie einem was verkaufen wollen und einen dann versuchen ueber den Tisch zu ziehen ( haette um eine Haar 8US Dollar fuer einen Caffee geblecht) aber die Tempel sind einfach wunderschoen und beeindruckend das Gute an Angkor ist, dass es so gross ist und es so unglaublich viele Tempel gibt dass einige davon im Dschungel ein bisschen versteckt sind und man ganz allen, ohne eine Menschenseele auf den wunderschoenen Ruinen herumklettern konnte oder einfach in einem der Fenster sitzen konnte und mit den Gedanken abschweifen konnte waehrend man die tolle Aussicht auf die beeindruckenden Steinbrocken genoss. Besonders die etwas verlassenen Tempel hatten ewas magisches, mystisches und verzaubertes. Aus einigen der Tempel wachsen riesige Baeume heraus und die Umgebung ist tropisch und dschungelig. Wir verbrachten 13 Stunden in Angkor und als wir auf einen auf einem Berg gelegenen Tempel geklettert waren um den Sonnenuntergang zu bestaunen wurden wir von dem waermsten Sommerregen den wir je hatten bis auf die Haut durchnaesst. Eli haette es hier sehr gefallen.
Abends gingen wir mit unseren neuen Backpackerfreunden aus dem Bus aus. Einer unsere neuen Freunde, Scott, auch Amerikaner aber lebt in BKK und ist dort Fotograf hat hier in Siem Reap einen cambodianischen Freund und zusammen mit ihm und Adam und dem Freund, Chien fuhren wir am naechsten Tag zu einem “floating Village” Floating Villages sind Hauser, die auf Stelzen gebaut sind und, besonders in der Regenzeit meterhoch im Wasser stehen. Alles, die Haeuser, Schule, Frisoere, Einkaufslaeden, selbst Tierkafige mit Schweinen drin steht auf Stelzen im Wasser und kann nur mit dem Boot erreicht werden. Das war so schoen und interessant zu sehen und die Kinder hier sind mindestens so suess wie die Afrikanischen, dementsprechend lief Alex neue Kamera auf Hochtouren. Warum sind die Europaeischen bloss nicht auch so suess? Das Villige mussten wir natuerlich auch mit dem Boot erreichen. Nachdem wir das Village besucht hatten liessen wir den Fotografen Scott zurueck der noch fotografieren wollte (koennen wir gut verstehen, er kriekt auch 6000 Euro pro verkauftes Foto!) und Adam, Alex und ich setzen uns auf ein kleies Dug out (einheimisches Boot) welches uns durch die wunderschoenen Mangrovenwaelder fuehr. Es ist wie ein Wald mit wunderschoenen Baeumen nur das alles im Wasser steht. Wunder, wunderschoen auch wenn wir Grosse Sorge hatte dass das Boot umkippen koennte und wir und dann nach so kurzer Zeit schon von der Kamera verabschieden muessten.
Abends gingen wir wieder mit unseren neuen Backpackerfreunden aus und dann nahmen wir den Nachtbus in die Hauptstadt Cambodias, Pnom Pen.
Unser Plan ist nun,(leider) relativ schnell in ca 10 Tagen durch Cambodia zu reisen und dann nach Laos zu fahren wo wir Alex Freundin Vanessa treffen.
Hier hat es uebrigens grad ca 40 Grad, nachts kuehlt es sich kaum ab und es ist herrlich…
Schaetzte, wir kriegen einen ganz schoenen Kaelteschock wenn wir nach Deutschland zurueckkehren…
Freuen uns aber trotzdem schon sehr auf euch alle!! Ganz klar!

posted by marlene in Allgemein and have Comment (1)